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7 Tipps für die perfekten Bratkartoffeln

von Karla Kartoffel in Tipps und Tricks

die Kartoffel

Es ist mit eine der besten Sachen, die einer Kartoffel passieren kann: Außen knusprig-kross gebraten, innen aromatisch saftig, mit leichtem Buttergeschmack, Zwiebeln und wahlweise Speck. Aber: So gut ganz simple Bratkartoffeln ohne Schnickschnack schmecken, so groß ist manchmal der Frust, wenn das Ergebnis enttäuscht: Angebrannt, zerfallen, zu fettig, zu matschig. Wir haben deshalb 7 Tipps für Euch, mit denen Euch der Bratkartoffelhimmel sicher ist!


Tipp 1: Die richtige Sorte

Klarer Fall: Mehligkochende Sorten sind für Bratkartoffeln nicht geeignet. Für den richtigen Biss sind festkochende Sorten optimal, zum Beispiel eine Allians oder Belana. Wer es etwas softer mag, kann auch zu vorwiegend Festkochenden wie etwa Gala greifen – damit bekommt man die Kombination außen knusprig – innen „schmatzig“ gut hin.

 

Tipp 2: Vorkochen oder nicht?

Hier scheiden sich oft die Geister. Fakt ist: Beides funktioniert. Sind die Kartoffeln roh, ist allerdings mehr Gefühl dafür gefragt, gleichzeitig die richtige Knusprigkeit und Garzeit hinzubekommen. Unsere folgenden Tipps basieren deshalb auf bereits gekochten Pellkartoffeln – idealerweise vom Vortag, denn dann sind sie richtig ausgekühlt und können gut in Scheiben geschnitten werden. Diese sollen übrigens nicht zu dünn ausfallen, damit sie nicht brechen: 5 mm dürfen es ruhig sein.

 

Tipp 3: Die richtige Pfanne

Mit einer beschichteten Pfanne geht Ihr natürlich auf Nummer sicher, denn um hier was anbrennen zu lassen, muss man sich schon richtig anstrengen. Um die Kartoffeln aber so richtig knusprig zu kriegen, ist eine gußeiserne Pfanne die ideale Wahl, da sie so richtig viel Hitze entwickelt. Beachtet auch: Nur 2/3 des Pfannenbodens dürfen von Kartoffelscheiben bedeckt sein, damit alle gleichmäßig bräunen können.

 

Tipp 4: Das richtige Fett

Keine Butter an die Bratkartoffeln! Diese enthält zu viel Wasser und Milcheiweiße, die bei großer Hitze (Ihr merkt, die brauchen wir) verbrennen. Die Butter wird dunkel, und im schlimmsten Fall schmecken die Kartoffeln bitter. Wer den Geschmack liebt, greift einfach zu Butterschmalz: Mit dem sind auch hohe Temperaturen kein Problem. Auch ein neutrales Pflanzenöl, zum Beispiel aus Sonnenblumen, ist gut geeignet. Die Menge richtet sich nach der Pfannenart: Bei beschichteten braucht Ihr auf jeden Fall weniger als bei einer gußeisernen. Die Scheiben sollen nicht schwimmen, aber auf jeden Fall jede für sich ihr Fett wegbekommen.

 

Tipp 5: Die richtige Temperatur

Nur Mut: Wir brauchen tatsächlich hohe Temperaturen, also ruhig 9 von 10, kurz vor Anschlag usw. Nur so funktioniert die sogenannte Maillard-Reaktion richtig, bei der die Kartoffeln die gewünschte Bräune erhalten …

 

Tipp 6: Nicht kratzen

… Und dann gilt es vor allem, die Panik im Griff zu behalten: Die Scheiben werden (in einer nicht beschichteten Pfanne) erstmal anbacken. Jetzt aber nicht gleich hektisch herumkratzen, um ein vermeintliches Anbrennen zu vermeiden! Nach ein paar Minuten werdet Ihr merken, dass sie sich wieder leicht und vollständig lösen lassen – dann ist die Zeit fürs Wenden. Jede Seite braucht so rund 3 bis 4 Minuten.

 

Tipp 7: Zutaten zum Schluss

Während Ihr die Kartoffeln ruhig schon salzen könnt, wenn sie in die Pfanne kommen, sieht das beim Pfeffer anders aus. Damit der sein Aroma behält, kommt er frisch gemahlen und erst kurz vor Schluss zum Einsatz. Gleiches gilt für Zwiebeln und/oder Speck: Wenn diese schon von Anfang an mitbraten, werden sie schwarz. Entweder packt Ihr sie nach dem Wenden mit dazu, oder – noch besser – gönnt ihnen ihre eigene Pfanne.

Das sieht jetzt vielleicht viel aus, ist aber alles eigentlich ganz einfach. Und wer einmal den Dreh raushat, wird so schnell keinen Matsch mehr auf dem Teller haben, sondern wunderschöne, goldgelbe, knusprige Bratkartoffeln deluxe. Viel Erfolg!

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