Kartoffeln einfrieren – geht das?

Kartoffeln einfrieren
14. Juni 2017

Was die Lagerung angeht, verfügt die Kartoffel über eine sehr gute Ausdauer. An einem dunklen Ort halten es die Nachtschattengewächse locker ein halbes Jahr lang aus. Aber was tun, wenn Ihr euch beim Kartoffelkochen mit der Menge verschätzt habt oder Ihr eurer Kartoffelernte nicht Herr werdet? Wie verträgt sich die Knolle mit der Tiefkühltruhe? Wir verraten Euch, was ihr übers Einfrieren von Kartoffeln wissen müsst.

Roh? Ein No-Go!

Kartoffeln roh Kartoffel

Die schlechte Nachricht zuerst: Rohe Kartoffeln sind zum Einfrieren nicht geeignet.

Bei niedrigen Temperaturen wird die Stärke der Knolle in Zucker umgewandelt. Das Ergebnis ist ein süßlicher Geschmack, der mit dem aromatischen Kartoffelgeschmack wenig zu tun hat und eher als unangenehm empfunden wird. Hinzu kommt, dass beim Gefrieren die Zellstruktur der Knolle zerstört wird, sodass sie beim Auftauen eine matschige und glasige Konsistenz erhält.

Gekocht? Geht klar!

Kartoffeln gekocht Kartoffel

Das Einfrieren von bereits gekochten Kartoffeln ist dagegen wesentlich erfolgsversprechender. Geschält, in größeren Stücken, Scheiben oder im Ganzen lassen sich Kartoffeln problemlos einfrieren und im Anschluss besonders gut zur Zubereitung von Aufläufen, Suppen oder Kartoffelbrei verwenden. So finden auch die übrigen Salzkartoffeln vom Sonntagsessen eine neue Bestimmung!

Suppe, Püree und Co.

Maronen Kartoffelsuppe

Noch bessere Erfolge erzielt man mit dem Einfrieren von fertigen Kartoffelgerichten.

Kartoffelsuppe, Kartoffelpüree oder sogar Bratkartoffeln überstehen die Lagerung im Eisfach problemlos und lassen sich unter Zugabe von etwas Öl oder Sahne im Handumdrehen in Pfanne oder Ofen auftauen. Kartoffelklöße lassen sich bereits gegart bestens eiskalt konservieren. In Pergamentpapier oder Backpapier gewickelt sind sie gegen lästiges Aneinanderfrieren geschützt und in einem Topf mit Dämpfaufsatz oder kochendem Salzwasser leicht zubereitet.

Kartoffelgratin deluxe

20 Kartoffelspinatgratin 1

Ihr liebt die Abwechslung? Kein Problem: Aus kleineren Mengen von Kartoffelgerichten entstehen in Kombination mit frischen und knackigen Zutaten völlig neue Gerichte. Mit Gemüse, Soßen, Salami oder Schinken und natürlich viel Käse könnt ihr euer eingefrorenes Kartoffelgratin wunderbar aufpeppen und nach Herzenslust neue Gerichte kreieren.

Frisch vs. gefroren

Bei allen Vorteilen, die das Einfrieren von Kartoffeln bietet, ist das Fazit für uns klar: Nichts schmeckt so gut wie frisch zubereitete Kartoffeln! Wer sich damit anfreunden kann, in puncto Geschmack ein paar Abstriche zu machen, wird aber auch mit den aufgetauten Varianten satt und zufrieden.

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