Wodka: Hochprozentiger aus Kartoffeln

Deutscher Kartoffelwodka Pink Potato Cocktail
22. August 2019

„Wodka? Der wird doch aus Kartoffeln gemacht!“ Wer wurde nicht schon mal Zeuge dieser Diskussion, wenn am Ende einer Party die Schnäpse auf den Tisch kommen? Wir sind dem Mythos auf den Grund gegangen und schauen außerdem, was uns die Kartoffel in Sachen coole Cocktails und lässige Drinks sonst noch so zu bieten hat.

Wird Wodka aus Kartoffeln hergestellt?

Wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen: Ja und Nein. Wodka aus Kartoffeln herzustellen ist durchaus nicht ungewöhnlich, weiter verbreitet sind aber Weizen oder Roggen als Grundlage. Darüber hinaus gibt es auch Sorten, die auf andere Getreide, Zuckerrübe oder Weintrauben setzen. In der Mitte des 15. Jahrhunderts begannen Bauern in Russland mit der Herstellung von Wodka aus Getreide, wohingegen die ertragreiche Kartoffel erst seit dem 19. Jahrhundert Ausgangsstoff für das berühmte Getränk ist. Heute ist Kartoffel-Wodka vor allem in Polen und der Ukraine sehr beliebt. Der Geschmack gilt als schwerer, erdiger und süßlicher als der von Wodka auf Getreidebasis. Bisher sind die Regelungen, welche Rohstoffe für die Herstellung von Wodka verwendet werden dürfen, sehr locker. Viele Länder fordern daher ein Reinheitsgebot, das festlegt, dass „echter Wodka“ grundsätzlich nur aus Kartoffeln, Getreide oder Melasse hergestellt werden darf.

Wie kommt die Kartoffel in den Wodka?

Los geht es mit der Herstellung der sogenannten Maische. Der Rohstoff – also Kartoffeln oder Getreide – wird mit Wasser vermischt und erhitzt. Dadurch spalten die Stärkemoleküle auf und es entsteht süße Maische, auch „Würze“ genannt. Um die Gärung in Gang zu setzen, wird dann Hefe hinzugefügt. Beim Gären wird der Zucker in der Maische in Alkohol umgewandelt. Der nächste Stepp ist dann der Brennvorgang, der stufenweise erfolgt. Um den Geschmack des Wodkas zu neutralisieren, wird das Destillat anschließend filtriert. Zum Einsatz kommen dabei Holzkohle, Keramik- und Papierfilter oder spezielle Eiweiße. Als Faustregel gilt: Je hochwertiger der Prozess des Filterns, desto hochwertiger sind Geschmack und Qualität des Wodkas. Der letzte Schritt auf dem Weg zum Wodka ist das so genannte Verschneiden, das Mischen mit speziell aufbereitetem und gereinigtem Wasser. In der Regel ist das Mischungsverhältnis 60 % Wasser zu 40 % Destillat.

Kartoffelwodka aus Deutschland

Die Rückbesinnung auf regionale Produkte und Manufakturen macht natürlich auch vor Kartoffel und Spirituosen nicht halt. In unserem Beitrag über die Eifeler Spirituosen-Manufaktur Windspiel haben wir euch bereits erzählt, wie aus goldgelben Kartoffeln aus eigenem Anbau in der Eifeler Vulkanerde feinster Gin wird. Und auch Wodka aus Kartoffeln erlebt ein Revival. Der Deutsche Kartoffelwodka DKW der Schweizer Spezialitätenbrennerei Humbel wird in Niedersachsen aus Bio-Kartoffeln destilliert. Laut Hersteller hat der Wodka eine erdige, würzige Nase und entfaltet am Gaumen einen langanhaltenden süßlichen Abgang mit Fenchel- und Kartoffelnoten. Klingt gut, was?

Pink Potato – Cocktail mit Kartoffel-Wodka  

Durst bekommen? Wie wäre es dann mit einem Drink mit Wodka auf Kartoffelbasis?

Kartoffelwodka Pink Potato Cocktail2 08 2019

Alles, was du dafür brauchst sind 300 g Erdbeeren, 300 ml Kokosmilch, 80 ml Wodka auf Kartoffel-Basis und 40 ml Kokos-Sirup. Dann einfach Erdbeeren fein pürieren, mit Kokosmilch, Wodka und Kokossirup mixen und mit jeder Menge Eiswürfeln servieren! Fans garnieren das Ganze mit einer frischen Kartoffelscheibe!

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