Alles über Gnocchi

Gnocchi auf Schieferplatte angerichtet

Gnotschi? Noschi? Tamagotschi? Es gibt viele Arten, den Namen dieser italienischen Kartoffelspezialität falsch auszusprechen. Damit ihr euch beim nächsten Besuch beim Italiener nicht blamiert, verraten wir euch, wie es richtig geht: Njocki! Und damit ihr zusätzlich noch mit Fachwissen rund um die beliebten Klößchen glänzen könnt, haben wir hier alles Wissenswerte zusammengetragen!

Kartoffelgericht mit Tradition

Gnocchi sind neben Pasta und Pizza die Stars der italienischen Küche. Ob mit Pesto, Salbeibutter oder als „Gnocchi alla Sorrentina“ mit Tomaten und Mozzarella überbacken – sie schmecken Groß und Klein und eignen als Festessen genau wie als schneller Mittagessen. Während wir hierzulande ausschließlich Kartoffel-Gnocchi kennen, gibt es in Italien noch eine ursprüngliche Variante aus Hartweizenmehl, die „Gnocchi alla Romana“, sowie die französischen „Gnocchi Parisienne“ aus Blätterteig. 

Gnocchi selber machen

Am besten gelingen Gnocchi mit mehligkochenden Kartoffel, zur Not lassen sich auch festkochende Kartoffeln verarbeiten. Diese sollten aber bereits eine Weile gelagert worden sein. Entscheidend ist Stärkegehalt der Kartoffel an. Er darf nicht zu niedrig sein. Aus diesem Grund sind junge Kartoffeln ungeeignet für die Zubereitung. Der Teig aus Kartoffelbrei sollte rasch verarbeitet werden, weil er sonst zäh und schlecht zu formen ist. Um die typischen Rillen in die Gnocchi zu bekommen, benutzen Experten ein traditionelles Gnocchibrett: Rigagnocchi genannt. Eine bemehlte Gabel, gegen die man die Teigstücke drückt, tut es aber auch.

Gnocchi sind vielseitig und machen einiges her – und dennoch sind sie ganz einfach herzustellen. Ein tolles Gnocchi-Rezept findet ihr hier!

Wer hat’s erfunden? Die Italiener!

Um die Herkunft der Gnocchi ranken sich viele Legenden. Eine davon schreibt das Rezept dem italienische Physiker Alessandro Volta zu. Der Erfinder der Batterie soll am Hof von Ludwig XVI  von den Star-Qualitäten der Kartoffel erfahren haben, die zu jener Zeit in Italien noch als giftig und ungenießbar galt. Seine Neugier war geweckt! Mit wissenschaftlichem Ehrgeiz kreierte er mehr oder weniger zufällig die kleinen Klößchen aus Kartoffeln und Mehl.

Venerdì gnoccolaro

Ein Fest ganz im Zeichen der Gnocchi? In Verona wird dieser Traum wahr! Die italienische Stadt, die sonst eher als Schauplatz des Dramas „Romeo und Julia“ ist, zelebriert im Rahmen des Karnevals einen eigenen Gnocchi-Umzug. Angeführt wird das Ganze vom Papà del Gnoco, der entfernt an den Weihnachtsmann erinnert und eine gigantische Gabel nebst Kartoffelkloß dabei hat. Für die Besucher des Umzugs gibt es Gnocchi mit Butter und geriebenem Parmesan. Und wann startet ihr eure ganz persönliche Gnocchi-Party?

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