Alles über Pommes

Alles über Pommes ABC
04. April 2019

Jeder kennt sie, jeder liebt sie: die kleinen frittierten Kartoffelstäbchen. Wir haben für euch die wichtigsten Fakten über den Fastfood-Klassiker schlechthin zusammengetragen!

A wie Arme-Leute-Essen

Aufgrund der preiswerten Zutaten galten Pommes frites jahrhundertelang als Essen für Arme.

B wie Belgien

Das Königreich ist Spitzenreiter, was den Pommes-Verzehr angeht.

C wie Chips

In Großbritannien werden frittierte Kartoffelstücke und -scheiben „Chips“ genannt. Die langen dünnen Kartoffelstäbchen wiederum tragen wie in den USA den Namen French fries.

D wie Dicke

Die Durchschnittsgröße liegt bei einer Länge von vier bis zehn Zentimetern und einem Zentimeter Diagonalquerschnitt.

E wie Ernährung

Pommes gelten als besonders fetthaltig. Aber sie sind besser als ihr Ruf: Der Fettanteil bei richtiger Zubereitung bei hoher Temperatur beträgt nur zehn bis 15 Prozent. Ist das Frittierfett nicht heiß genug, erhöht sich der Fettgehalt. 

F wie Frittieren

Zum Frittieren wird meist Pflanzenöl verwendet. Die Belgier hingegen setzen auf Rindernierenfett. Wichtig für beides Varianten: Erst durch zweimaliges Frittieren werden die Pommes richtig gut. 

G wie Gastronomie

In der Gastronomie werden Pommes oft industriell als Halbfertigprodukt hergestellt, das nach dem ersten Frittieren tiefgekühlt und vor Verzehr nur noch einmal frittiert oder im Ofen gebacken wird.

H wie Herkunft

Wer hat sie erfunden? Um diese Frage ranken sich einige Mythen. Während die Franzosen behaupten, bereits während der Revolution 1789 Pommes hergestellt zu haben, berufen sich die Belgier auf ein Dokument aus dem 17. Jahrhundert, das die Existenz der Kartoffelstäbchen bereits für diesen Zeitraum belegen soll. 

I wie International

Pommes frites sind überall auf der Welt zuhause. Als „Chips“ sind sie in Großbritannien Teil des Nationalgericht Fish ’n‘ Chips. In den Niederlanden liebt man sie mit einem Topping aus Zwiebelwürfeln. Die Spanier bevorzugen dicke Kartoffelwürfel mit Aioli und Tomatensauce. In den USA gibt es Pommes frites erst seit dem Ersten Weltkrieg. Die Soldaten brachten sie mit ihrer Rückkehr aus Europa mit. Daher stammt der in Nordamerika übliche Name French Fries. In Kanada sind Pommes mit Cheddar und Bratensauce ein sehr beliebtes Fast Food-Gericht, das auf den schönen Namen „Poutine“ hört.

K wie Knusprigkeit

Das Geheimnis knuspriger Pommes? Geschnittene Kartoffelstäbchen in kaltes Wasserlegen und vor dem Frittieren die überflüssige Stärke abwaschen!

M wie Mayonnaise

Die deutschen Pommes-Fans teilen sich in zwei Lager: Team Ketchup und Team Mayonnaise. In Großbritannien ist die Variante mit Essig berühmt. Die Belgier wiederrum zelebrieren ihren Fritten-Fanatismus mit einer unendlichen Vielfalt herzhafter Saucen, beispielsweise die Joppiesauce mit Curry und Zwiebeln oder Erdnusssauce.

N wie Nordrhein-Westfalen

Laut einer Umfrage im Auftrag von Agrarfrost ist NRW deutscher Spitzenreiter beim Verzehr von Pommes frites. 

S wie Sorten

Für die Herstellung von Pommes werden vor allem längliche Kartoffeln mit gelber Grundfarbe bevorzugt. Außerdem muss Stärkegehalt recht hoch sein, damit die Pommes frites beim Abdampfen von Wasser ihre Form behalten. 

T wie Tiefkühlkost

Rund 300.000 Tonnen Tiefkühlfritten landen jährlich in den Einkaufswägen deutscher Supermärkte. 

P wie Pommes Schranke

Als Anspielung auf Farbe und Muster von Bahnschranken sagt man im Ruhrgebiet zu Pommes frites mit Ketchup und Mayonnaise auch „Pommes Schranke“. Andernorts kenn man sie unter dem Namen „Pommes rot-weiß“. 

R wie Rekorde

Die längste Pommes der Welt brachte es auf 24,5 Zentimeter. In Belgien wurde der Weltrekord im Dauerfrittieren aufgestellt: Unfassbare 1,5 Tonnen Kartoffeln fanden innerhalb von 83 Stunden ihren Weg ins heiße Fett.

V wie Verwandtschaft

Curly Fries, Wedges, Spiralchips, Kroketten, Herzoginkartoffeln – alles super lecker! Aber wenn man Lust auf Pommes, helfen nur echte Pommes!

Z wie Zukunft

Pommes werden kürzer. Aufgrund der anhaltenden Dürre im Sommer 2018 kam es zu Ernteausfälle, die die Preise steigen und die Pommes schrumpfen lassen. 

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