Der Kartoffelkalender – was passiert wann?

Kartoffel auf Kalenderblatt
05. Januar 2017

Neues Jahr, neue Kartoffeln! Naja, so ganz geht diese Rechnung natürlich nicht auf, denn das Jahr auf dem Acker folgt bekanntlich einem anderen Rhythmus. Zwar wird auf jedem Kartoffelfeld nur einmal pro Jahr geerntet, trotzdem ist die ganzen 12 Monate über was los. Was genau da abläuft, fassen wir Euch deshalb heute in unserem kleinen Kartoffelkalender kurz zusammen.

Januar bis Juni – die Frühkartoffelzeit

Schon zu Jahresbeginn werden die Frühkartoffeln vorbereitet: In einem speziellen Vorkeimraum werden diese ausgelegt, im Februar/März geht es dann ab auf die Felder. Da es zu diesem Zeitpunkt noch sehr kalt sein kann, werden Vliese über die Beete gelegt. Diese schützen zum einen vor Frost, zum anderen speichern sie die Wärme der Sonne, wodurch das Wachstum gefördert wird. Im Juni folgt die Ernte der Frühkartoffeln. Bei diesen ist die Haltbarkeit begrenzt: Maximal zwei Wochen sollten die Knollen aufbewahrt werden.

April bis September – die Hauptsaison

Im April, also zwei Monate, bevor die Frühkartoffeln geerntet werden, kommen die späteren Sorten unter die Erde. Diese werden wie gewohnt ausgepflanzt, gedüngt und wenn nötig bewässert. Die Kartoffeln wachsen unterirdisch heran und werden dann zwischen August und September geerntet – und zwar, sobald die Blätter der Pflanze verwelkt sind. Erst dann haben die Knollen eine feste Schale und eignen sich für eine längere Lagerung.

September bis Januar – Zeit für die Bodenuntersuchung

Um den Knollen im Lager eine gute Überwinterung zu ermöglichen, werden sie bei konstanten 4 bis 5° C gekühlt und belüftet – so bleiben sie über Monate haltbar und frisch.

Wusstet Ihr, dass Kartoffeln höchstens alle vier Jahre auf ein und demselben Feld angebaut werden sollten? Nur so werden die Pflanzen optimal mit Nährstoffen versorgt; auch für die Widerstandsfähigkeit gegen bestimmte Schädlinge spielt der zeitliche Abstand eine große Rolle. In der Zwischenzeit werden auf der Fläche zum Beispiel Getreide, Rüben, Möhren, Radieschen oder Salat angebaut.

Damit die Landwirte genau über ihre Böden Bescheid wissen, werden regelmäßig Proben entnommen, die auf Humusgehalt und Nährstoffe wie etwa Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium sowie Spurenelemente geprüft werden. So ist man bestens für die Auspflanzung gerüstet und kann mit einer speziell angepassten Düngung ideale Verhältnisse für die Kartoffel beziehungsweise andere Pflanzen der Fruchtfolge schaffen.

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