Sortenvielfalt: Für jeden was dabei

viele bunte Kartoffeln
16. Dezember 2011

Wie viele Kartoffelsorten gibt es eigentlich weltweit? So viel sei schon verraten: eine ganze Menge! Wie sie sich unterscheiden und und welche die wichtigsten in Deutschland sind, erfahrt ihr hier.

Langsam oder von der schnellen Sorte?

Kartoffeln haben ohnehin schon viele regionale Bezeichnungen wie Erdäpfel, Grundbirnen, Tüften oder Abern. Weltweit gibt es aber für fast jeden Verwendungszweck und fast jedes Klima eine passende Kartoffelsorte – über 5.000 insgesamt. Ganz schön vielseitig, oder?

Die vielen Sorten unterscheidet man nach Geschmack, Farbe und Form. Für die Anbauer sind allerdings Verwendungszweck und Reifezeit von Bedeutung. Es gibt frühreife Kartoffelsorten, die 90 bis 110 Tage bis zur Reife brauchen, mittelfrühe mit 120 bis 140 Tagen Reifezeit und schließlich die Nachzügler, die mittel-späten Kartoffelsorten, die ganze 140 bis 160 Tage reifen.

Salat oder Suppe: Welcher Kochtyp für welches Gericht?

1386257be2Wer Kartoffeln kauft, richtet sich am besten nach ihrem Verwendungszweck, der oft auf den Netzen und Packungen mit einem Farbcode angegeben ist.

Die Speisekartoffeln unterteilt man in festkochende, vorwiegend festkochende und mehligkochende Sorten. Und das weist darauf hin, was man Leckeres aus ihnen machen kann:

Die festkochenden Sorten eignen sich zum Beispiel gut für Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat, weil sie nicht zerfallen.

Aus vorwiegend festkochenden Sorten bereitet man Salzkartoffeln zu oder verwendet sie in Suppen und die mehligkochenden Varianten werden für Kartoffelpüree oder Eintöpfe genutzt.

Außerdem gibt es noch die „Veredelungssorten“ die zu Pommes frites und Kartoffelchips verarbeitet werden und darum im Supermarkt nur selten zu finden sind.

Wie viele Kartoffelsorten gibt es in Deutschland?

In Deutschland sind etwa 150 Speisekartoffelsorten zugelassen. Es gibt 10 bis 15, die besondere wirtschaftliche Bedeutung haben. Nicht alle Sorten können auf allen Standorten gleich erfolgreich angebaut werden. Hinzu kommt, dass die Geschmäcker in Deutschland bei Kartoffeln übrigens sehr verschieden sind: Im Nordwesten Deutschlands isst man lieber festkochende Sorten wie Belana oder Princess sowie Anabelle, in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Thüringen und Sachsen mag man die vorwiegend festkochenden Sorten wie Gala, Marabel oder Toscana. Mehligkochende Kartoffeln, zum Beispiel Gunda, Miranda, Melody oder Talent werden in Ostdeutschland und Bayern gern gegessen.

Warum Kartoffelsorten meistens weibliche Namen tragen

Die meisten Kartoffelnamen sind übrigens weiblich. Die Legende sagt, dass früher der Bauer seine beste Kartoffel nach seiner schönsten Tochter benannt hat.

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