Halloween, Colcannon und die wahre Herkunft der Kürbisse

die Kartoffel Halloween

Gruselige Grüße,

aller guten Dinge sind drei, so auch bei unserem Halloween-Special! In wenigen Tagen ist es endlich soweit, und der in den USA heimische Brauch, von Tür zu Tü-... äh, was? Halloween kommt gar nicht aus den Vereinigten Staaten? Was kommt als Nächstes? Dass die Kartoffel früher im Mittelpunkt des Brauches stand?... Oha. Na dann, aufgepasst!

Das Wort Halloween stammt vom englischen All Hallows’ Eve, dem Abend vor Allerheiligen. Der Brauch stammt ursprünglich aus dem katholischen Irland, wo die Gepflogenheiten noch etwas anders aussahen: Beispielsweise war der heute so typische Kürbis damals noch eine Rübe – oder eben eine Kartoffel.

Rübenlaternen und Kohlkartoffeln

Die Sage dahinter geht übrigens so: Vor ewigen Jahren begegnete ein gewisser Jack Oldfield dem Teufel, konnte ihn jedoch austricksen und einfangen. Im Gegenzug für die Freilassung musste der Teufel Jack versprechen, dessen Seele niemals für sich zu beanspruchen. Da Jack jedoch ein kleiner Gauner war, durfte er nach seinem Ableben nicht in den Himmel – und auch in die Hölle konnte er logischerweise nicht. So war er dazu gezwungen, auf ewig durch die Dunkelheit dazwischen zu wandern. Letzten Endes erbarmte sich der Teufel und überließ Jack eine Rübe und eine glühende Kohle aus dem Höllenfeuer, damit er auf seinem Trip auch was sehen konnte.

Um sich vor Jack Os Geist und anderen Gespenstern zu schützen, legten die Menschen leuchtende Rüben oder Kartoffeln in die Fenster. Zusammen mit den irischen Auswanderern gelangte der Brauch schließlich in die USA, wo aus den Kartoffeln Kürbisse wurden und aus Halloween das Fest, das es heute ist.

Neben der Deko spielte die Kartoffel bei den Iren auch kulinarisch eine Rolle, denn traditionsgemäß gab es sogenanntes Colcannon als Festmahl. Dahinter verbirgt sich Kartoffelbrei mit gestampften Kohl, ein fester Bestandteil des Feiertages. Und natüürlich haben wir hier das Rezept für Euch!

Colcannon FormaA

Zutaten Colcannon (4 Portionen):

4
mittelgroße Kartoffeln, mehlig kochend
300 g
Wirsing
60 g
Butter
6
Frühlingszwiebeln oder eine Stange Porree
7 EL
warme Milch
Salz und Pfeffer
Muskatnuss
Petersilie zum Verzieren

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, vierteln und weich kochen. Das Wasser abgießen und die Kartoffeln mit einem Stampfer gut zerdrücken, bis sie trocken und mehlig sind.

Den Wirsing zerkleinern und zehn Minuten in Salzwasser kochen. Im Anschluss mit einer Schaumkelle herausnehmen und abtropfen lassen. In der Zeit die Frühlingszwiebeln schneiden.

Die Butter in einem großen Topf schmelzen lassen, Wirsing und die Frühlingszwiebeln hineingeben und eine Minute lang dünsten. Anschließend die Mischung mit den gestampften Kartoffeln vermengen. Nun so viel warme Milch hinzugeben, bis die Konsistenz cremig ist. Mit Pfeffer, Muskat und Salz würzen und mit gehackter Petersilie verfeinern.

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