Deutschland einig Kartoffelland

Deutschland einig Kartoffelland
16. Dezember 2011

Welches Bundesland ist Spitzenreiter beim Kartoffelanbau? Erfahrt es hier!

Über 250 Jahre Erfolgsgeschichte

Im Jahre 1756 befahl der Preußenkönig Friedrich der Große seinen Beamten, sämtlichen Untertanen den Kartoffelanbau begreiflich zu machen. Es brauchte also erst einen königlichen Befehl, bevor die Bevölkerung Preußens die Kartoffel akzeptierte, anbaute und als Köstlichkeit schätzen lernte. Dem Siegeszug der Kartoffel in Deutschland tat das aber keinen Abbruch: Heute liegt Deutschland immerhin auf Platz 6 der kartoffelproduzierenden Länder weltweit. Doch man muss dazusagen: Die Anbaufläche wird von Jahr zu Jahr kleiner. Waren es 1990 noch 548.000 ha, wurden im Jahr 2011 nur noch auf 259.400 ha Land Kartoffeldämme für die Knollen aufgeschichtet.

Niedersachsen ist einsame Spitze.

Das Bundesland mit der größten Anbaufläche für Kartoffeln ist Niedersachsen. Im Jahr 2011 betrug der Anteil Niedersachsens an der gesamten Anbaufläche mit 117.800 ha über 44 %! Mit weitem Abstand folgen dann erst Bayern (17,3 %), Nordrhein-Westfalen (11,5 %) und Mecklenburg-Vorpommern mit 5,4 %.

Dabei gibt es noch einige regionale Besonderheiten: In Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern gibt es die größten Anbauflächen für Pflanzkartoffeln. In Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen befinden sich die größten Anbaugebiete für Frühkartoffeln, und Kartoffeln für die Verarbeitungsindustrie werden vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen angebaut. Für diese regionalen Unterschiede ist vor allem das Klima verantwortlich: Frühkartoffeln brauchen es im Jahr zeitig warm, Pflanzkartoffeln müssen in so genannten Gesundlagen, an Standorten mit See- oder Höhenklima, angebaut werden.

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