Kartoffel-Reise durch Großbritannien

Kartoffel-Reise durch Großbritannien

Hast du Lust, uns auf einen Road Trip quer durch UK zu begleiten? Fünf Stopps, fünf interessante Kartoffel-Adressen in England, Wales, Schottland und Nordirland. Bereit? Dann geht es los.

 

 Kartoffel Map Landkarte Großbritannien 2020

Kartoffel-Rundreise durch UK.

 

 

London: „The dish to beat!“

Wir beginnen unsere Reise in London und zwar im mehr als 150 Jahre alten Quality Chop House im Stadtteil Clerkenwell unweit von St. Pancras. Die Karte für Lunch und Dinner ist exquisit, aber berühmt ist das Quality Chop House für eine ganz besondere Beilage, die der Koch Shaun Searley 2013 dort kreiert hat: Confit Potatoes. Die Kartoffeln werden in Scheiben geschnitten, gebacken, in Form gepresst und anschließend frittiert, bevor sie mit Maldon-Salz und Senfsauce serviert werden. Die Confit Potatoes im Quality Chop House wurden erst Anfang 2020 noch zu einem der besten Kartoffelgerichte Londons gewählt.

 

Birmingham: Der Name ist Programm.

Von London aus fahren wir 200 km nördlich in Richtung Birmingham. In der zweitgrößten Stadt Englands, dem Zentrum der West Midlands, haben wir ein ganz besonderes Pub für Kartoffelfreunde gefunden: Das Sack of Potatoes auf dem Campus der Aston University. Das Sack of Potatoes ist ein typisch britisches Pub mit Bleiglasfenstern und altem Holzboden. Auf der Karte findet der Reisende Pub Food vom Feinsten, z. B. Beef & Ale Pie mit Kartoffelpüree, Fish & Chips, Ofenkartoffeln (Jacket Potatoes) oder panierte Scampi mit Pommes und Erbsen.

 

 Roadtrip UK

On the road.

 

Aberystwyth: Walisisches Potato-Makeover.

Jetzt geht es weiter Richtung Westen. Wir umfahren die Shropshire Hills und genießen die unfassbare Aussicht, überqueren die Landesgrenze nach Wales und fahren weiter, bis wir fast ins Meer fallen, denn unser nächster Stopp ist der kleine Küstenort mit dem schweren Namen: Aberystwyth. Hier finden wir das Restaurant TATWS, das berühmt für seine Kartoffelgerichte ist. Täglich außer samstags bekommen wir im TATWS Jacket Potatoes mit diversen Füllungen und Gourmet Pommes mit vielen verschiedenen Toppings, z. B. Rote Beete und Feta, Knoblauch-Pilze und Parmesan, Mexican Style mit Jalapeños, Guacamole und Bohnen-Mais-Salsa. Die ganze Karte eignet sich gut für Vegetarier und Veganer.

 

Edinburgh: Klein aber fein.

Unsere nächste Etappe verlangt uns Einiges ab. Mehr als 500 km geht es in den Norden. Wir verlassen Wales, lassen Liverpool links liegen und genießen die atemberaubende Schönheit im Lake District National Park. Die Landschaft hier ist geprägt von hohen Bergen und klaren Gletscherseen. Bei Gretna Green überqueren wir die Grenze zu Schottland und knapp zwei Stunden später kommen wir endlich in Edinburgh an, der kompakten, hügeligen Hauptstadt des Landes, über der das alte Schloss thront. Wir machen uns direkt auf den Weg in die Altstadt und dort, unweit der High Street liegt der winzige, recht unscheinbare Baked Potato Shop. Für wenig Geld bekommt der Reisende hier eine Ofenkartoffel mit einer Vielzahl an selbst zusammenstellbaren Füllungen. Der kleine Schnellimbiss mit seinem einen Tisch für Gäste hat es über die Grenzen Schottlands hinaus zu Ruhm gebracht und ist insbesondere bei Veganern und Vegetariern sehr beliebt. Nach einer Führung durch das unterirdische Edinburgh, die man auf keinen Fall auslassen sollte, machen wir uns wieder auf den Weg.

 

 Ofenkartoffel

Ofenkartoffel im Baked Potato Shop.

 

Belfast: „Farm to Fork.“

Wir fahren westlich bis Glasgow und wenden uns dann in Richtung Süden. Es geht immer die Küste entlang, vorbei an grünen Hügeln und hellen Stränden. Unser Ziel ist der Hafen in Cairnryan. Von hier startet fünf Mal täglich die Fähre nach Nordirland. Zwei Stunden lang lassen wir uns jetzt den frischen Wind der Sea of Moyle um die Nase wehen, bevor wir uns noch einmal kurz für das letzte Stück hinters Steuer setzen. Unser Ziel ist das Morning Star, gegründet 1810 und somit eins der ältesten Pubs Belfasts. Das Morning Star ist in Familienbesitz und verfügt über Bar und Restaurant. Die Zutaten für die Gerichte werden nach dem Motto „Farm to Fork“ regional bezogen – bevorzugt von Farmern, die ihr Land nachhaltig bewirtschaften. Der Reisende kann hier z. B. Traditional Steak & Guinness Stew, Local Seafood Chowder, Grilled Mackerel Salad mit Crushed Potatoes oder Burger mit Pommes genießen.

Wir sind am Ende unseres Road Trips angekommen und haben neben Reiselust auch direkt noch Hunger bekommen. Wenn es dir auch so geht, haben wir hier ein paar britisch angehauchte Rezept-Tipps für dich:

Weitersagen!