Heißluftfritteusen – können die was?

die Kartoffel
12. Juli 2018

Seit einiger Zeit scheinen Heißluftfritteusen – beziehungsweise die darin zubereiteten Gerichte – in aller Munde zu sein. Was hat es mit dem Trend auf sich? Sind die Geräte wirklich so gut, oder ist der Hype größer als verdient? Produzieren sie wirklich perfekte Pommes frites ohne Reue? Wir haben uns das mal angeschaut!

Pommes sind wohl etwas, auf das wir uns alle einigen können – weltweit, egal ob groß oder klein, carnivor oder vegan, Feinschmecker oder Convenience-Fan. Oder habt ihr schon mal jemanden kennengelernt, der sie nicht mag?! Das Problem ist nur: So richtig gesund ist die Angelegenheit nicht. Denn die Kartoffel an sich ist zwar gesund und ziemlich kalorienarm (72 kcal pro 100 g), doch das Fett, in dem sie in der Regel frittiert wird, schlägt natürlich ganz anders zu Buche. Allzu oft sollte man dem knusprig-salzigen Genuss also nicht frönen.

Pommes

(Fast) fettfreies Vergnügen

Heißluftfritteusen benötigen wenig bis gar kein Fett. Stattdessen arbeiten sie wie ein sehr effektiver Fön: Durch einen Grill aufgeheizte Luft wird von einem Propeller um das Gargut herumgewirbelt. Da die Temperatur eingestellt werden kann, eignen sie sich auch, um darin etwas mit Heißluftfunktion zu backen.

Für den Hausgebrauch liegen abgesehen vom gesundheitlichen Aspekt einige weitere Vorteile auf der Hand:

  • Das durchaus nicht ungefährliche Hantieren mit extrem heißem Öl entfällt komplett. Somit muss auch das benutzte Öl anschließend nicht aufwändig entsorgt werden.
  • Wer sich außerdem auch nur wenige Sekunden neben einer normalen Fritteuse aufhält, weiß: Der Geruch bleibt sofort in Kleidern, Haaren und dem gesamten Raum hängen. Mit der Heißluftvariante beschränkt er sich auf ein Minimum.
  • Frittieren mit Fett heißt: Gründlich putzen, egal ob Spezialgerät oder der gute alte Topf. Bei der Heißluftfritteuse müssen nur wenige Teile abgewaschen werden.
  • Tatsächlich ist das Knuspererlebnis bei Pommes frites nicht zu verachten – auch bei selbstgeschnittenen, die vorher mit etwas Öl vermengt wurden.
  • Neben Kartoffeln gelingen offenbar auch andere Gerichte sehr gut darin. Sogar Steaks, die außen eine leckere Kruste erhalten und innen zart und rosa bleiben.


Heißluftfritteusen DeLonghi Multifry
Viele Multifunktions-Heißluftfriteusen versprechen noch viel mehr als knusprige Pommes (Bild ©De'Longhi)

Doch auch tolle Erfindungen haben Nachteile. Diese wären für Heißluftfritteusen die folgenden:

  • Für ein gutes Gerät mit einer Vielzahl von Funktionen werden um die 300 Euro fällig – nicht direkt ein Schnäppchen. Bei Sonderaktionen können es tatsächlich auch mal nur um die 100 Euro sein, doch eine herkömmliche Fritteuse ist in der Regel billiger.
  • Hat das Gerät keine Rührfunktion, muss man am Ball bleiben und den Korb während des Frittierens öfter mal durchrütteln. Ansonsten kleben die Pommes aneinander und können so nicht von allen Seiten „belüftet“ werden.
  • Im heißen Fett sind Pommes und Co. in wenigen Minuten servierfertig. Gute vier Portionen brauchen im Heißluftgerät allerdings deutlich länger: Hier müssen schon mindestens 30 Minuten eingeplant werden.

Fazit:

Wer gerne und regelmäßig Dinge knusprig bekommen will, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, für den kann sich eine Heißluftfritteuse durchaus lohnen. Für den gelegentlichen Pommes-Genuss können wir allerdings auch die Backofen-Variante empfehlen: Mit der richtigen Temperatur und Beheizungsart bekommt man auch hier ein leckeres und fettarmes Ergebnis!

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