Gute Vorsätze und hartnäckige Vorurteile

Kartoffel – kein Dickmacher

Liebe Leser, nun ist es wieder so weit: Der Rutsch ins neue Jahr ist geschafft, und ein Monat voller süßer Versuchungen liegt hinter uns, ebenso wie die weihnachtlichen Festmahle, das ausufernde Silvester-Raclette und möglicherweise das ein oder andere alkoholische Getränk. Manch eine(r) mag nun angesichts des spannenden Hosenknopfes denken: Schluss mit Schokolade, fettigen Speisen und wuchtigen Beilagen! Was allerdings viele nicht wissen: Die Kartoffel gehört mitnichten zu den bösen Dickmachern. Wer sie auf die richtige Weise zubereitet, kann sie durchaus in eine sinnvolle Diät integrieren. 

Fettfreies Nahrungsmittel

Die Kartoffel enthält durchschnittlich etwa 78 Prozent Wasser und ist praktisch fettfrei (0,1 Prozent). Auch im Hinblick auf die so oft gezählten Kalorien muss sie sich nicht verstecken: Auf 100 Gramm kommen nur rund 70 Kalorien. Das sind ungefähr die Werte von Weintrauben – und nicht mal halb so viele wie bei normalen Hartweizennudeln. In einer Studie verglichen Forscher der Universität Sydney 38 Lebensmittel miteinander und stellten fest: Die Kartoffel ist der beste Sattmacher von allen. Eine leckere Mahlzeit mit der Knolle ist also ein guter Weg, sich langfristig mit Energie zu versorgen und so ziellosem Herumnaschen vorzubeugen.

Die Zubereitung macht den Unterschied

Natürlich kommt es dabei darauf an, wie sie zubereitet wird. Dass mit Pommes und Chips das Abnehmen schwerfällt, liegt nicht am Grundmaterial Kartoffel, sondern an dem vielen Fett, dass für ihre Herstellung verwendet wird. Eine ernährungsbewusstere Variante sind zum Beispiel klassische Pellkartoffeln mit Kräuterquark: Werden die Knollen mit Schale gekocht, bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe – etwa Vitamin C und Kalium – besser erhalten. Der Magerquark sorgt für die Extraportion Eiweiß. Auch Ofenkartoffeln eignen sich super für eine fettarme, aber sättigende Mahlzeit. In unserem Rezept für Baked Potato mit Hüttenkäse-Petersilien-Topping bekommen sie dank Petersilie und Gurke das gewisse Etwas.

Prinzipiell gilt: Kohlenhydrate sind wichtig für den Körper. Mit ihnen sollten wir laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung unseren Energiebedarf zu 50 Prozent decken. Wer sie für eine Neujahrscrashdiät komplett streicht, um dann nach ein paar Wochen wieder kräftig zuzulangen, riskiert den berüchtigten Jojo-Effekt. Kartoffeln bieten viele verschiedene Möglichkeiten, sie figurbewusst in den täglichen Speiseplan zu integrieren. Gepaart mit viel frischem Gemüse und vor allem Sport stehen sie dem guten Vorsatz, abzunehmen, also nicht im Weg – im Gegenteil!

Weitersagen!